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Bad Wörishofen

Bad Wörishofen mal wieder...

Tag 1 - Ankunft

Meine erste Erinnerung an Bad Wörishofen war auf dem Offenbacher Hauptbahnhof. Ich begleitete meine Oma, die nach Bad Wörishofen zur Kur fuhr. Ich durfte meine Oma, die auf dem Weg nach Bad Wörishofen zur Kur war , begleiten. Da war ich schon ein wenig stolz und aufgeregt - stolz, weil ich eine Bahnsteigkarte gekauft bekommen hatte - denn ohne das kleine Pappkärtchen durfte man nicht auf den Bahnsteig und aufgeregt, na ja, ich war das erste Mal auf einem Bahnsteig. Meine Oma mit zwei für mich damals riesigen Lederkoffern und ich so als Anhängsel dabei.

Als dann der Zug endlich kam, ein D-Zug, wobei die meisten Menschen heute wohl nicht mehr wissen, was ein D-Zug überhaupt war, bin ich erschrocken, Das war ja schon ein gewaltiges Ungetüm, das da heranbrauste, da konnte man sich schon mal erschrecken.

Jetzt bin ich wieder in Bad Wörishofen, mit ICE und Regional-Express, was ja auch so ein wenig der D-Zug von früher ist. Hier ziehe ich meinen Rollkoffer gerne den guten Kilometer zum Hotel und gehe an dem wunderbaren Kino, ach was Kino, dem Lichtspielhaus „Huber“, einem wunderbaren Filmtheater, vorbei. Es ist irgendwie schon toll, daß es so etwas heute noch gibt. Wer weiß, wie lange noch.


Tag 2 - Halbzeit

Sehr belebt ist es hier nicht - am Abend, nach dem dienstlichen Termin. Trotzdem hat es seinen Reiz, gerade, wenn es vorher geregnet hat, das gibt immer und nicht nur hier eine besondere Stimmung. Die Stadt ist faktisch menschenleer - um 19:00 Uhr. Ich genieße es manchmal einfach so durch eine Stadt zu streifen.

Selbst die Enten am künstlichen Bachlauf schlafen schon. Wobei... da kann man sich nie so sicher sein, Enten beherrschen den wahrhaftigen Halbschlaf. Eine Hälfte des Hirns schläft, während die andere Hälfte wach ist und das Ufer beobachten kann - falls Gefahr droht. Schon sehr faszinierend.