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​Höflichkeit ist eine Zier…

.... wieder mal Zug gefahren, wie so oft und - glücklicherweise - einen Zug früher als geplant erwischt (viel zu selten). Natürlich habe ich keine Reservierung für diesen Zug und auch eine online Reservierung war nicht mehr möglich. Der Zug ist faktisch ausgebucht aber ich erwische noch einen nicht reservierten Platz. Glück gehabt. Die Frau auf dem Platz direkt vor mit hat weniger Glück. Als sie sich gesetzt hat kommt eine junge Frau stellt sich neben den Sitz und sagt einfach: „Das ist mein Platz, Ich habe reserviert“ - Tonlage Oberfeldwebel sagt dem Rekruten mal was Sache ist. Das entspricht ja alles den Tatsachen, sicher, sie hat reserviert, aber hätte man da nicht einfach sagen können. „Guten Abend, entschuldigen Sie bitte, aber ich habe diesen Platz reserviert“.

Mir ist da gleich wieder ein altes Sprichwort eingefallen: „Höflichkeit ist ein Kissen aus Luft: Nichts drin, aber es lindert die Stöße des Alltags“.

Vier Sterne...

Über manche Hotels muß man sich schon wundern, insbesondere wo die "Sterne" denn so herkommen. Jetzt war ich mal wieder drei Nächte in so einem Haus mit vier Sternen und verstehe das immer weniger. Die Armatur im Bad ist in die Jahre gekommen und tut nicht mehr so Ihren Dienst wie sie soll, die Klimaanlage ist defekt und das personal versprüht einen doch sehr spröden Charme. Vor dem Frühstücksraum ist ein ganz netter Garten mit alten Kastanien der abends als Biergarten (oder so etwas Ähnliches) dient, eigentlich ganz nett. Aber... draußen wird nicht bedient. Es ist schönes Wetter und drinnen ist es doch eher stickig (Klimaanlage....).

Ich lege also selbst Hand an und platziere mich draußen und .... siehe da es geht. Ich werden dann sogar bedient, aber, am nächsten Tag ist die Tür vorsorglich schon mal geschlossen und der Weg nach draußen versperrt. Das kann mich nicht aufhalten, da die Tür nicht abgeschlossen ist, also nix wie raus - Selbstbedienung ist angesagt. Es dauert keine fünf Minuten und etliche Leute sitzen draußen, von mehr oder minder mißbilligenden Blicken der Bediensteten begleitet.

Was wäre das für eine tolle Werbung, wenn alle Passaten die hier vorbeigehen (und das sind viele - das Hotel liegt sehr zentral) Menschen hier an gedeckten Tischen bei gutem Wetter unter Bäumen ihr Frühstück genießen sehen könnten. Manche Werbung wäre so einfach, kostengünstig und wirksam....

Office Pakete und App-Stores

Natürlich nutze ich sehr of Office Pakete zum Schreiben von Texten, für Kalkulationen und alles Mögliche. Der Funktionsumfang dieser Programme ist in den letzten Jahren ja geradezu explodiert. Ich bezweifle, daß überhaupt jemand den vollen Funktionsumfang nutzt und schätze eher, daß mehr als 80% der Nutzer höchsten 20% des Funktionsumfangs nutzen.

Was ich mich schon länger frage ist, warum die Hersteller, in erster Linie natürlich Microsoft aber das ist auch für viele andere Produkte denkbar, solche Produkte nicht so verkaufen, wie es bei anderer Software längst üblich ist. Über einen sogenannten App-Store (auch wenn das Wort noch so häßlich ist, das werden wir nicht mehr los). Bei Spielen ist es doch fast schon die Regel, daß man so ein Programm kauft und dann mit solchen "In-App-Käufen" aufhübscht. So könnten doch auch Office Programme in einer Grundversion verkauft werden und darüber hinaus gibt es dann jede Menge Zusatzmodule (Zitate, Serienbriefe und, und, und), die man als Modul dazu kauft, wenn man das braucht. Man könnte die Kundenbedürfnisse, nach denen sich alle ja angeblich richten, doch paßgenau erfüllen, wenn der Nutzer sich, das was er gerne hätte einfach dazu kauft, wie im Supermarkt. Wenn man im Supermarkt einkaufen geht, dann kauft man ja auch nicht das ganze (sinnverwirrende) Sortiment, oder?

Also Microsoift, das wäre doch mal eine Innovation, wenn man sich seine Komponenten so zusammenbasteln könnte, daß es eben paßt und man dann auch nur das hat, was mal wirklich will (und benutzt).



1k Day

Das Jahr 2016 ist ja ein Jahr, dessen letzten beiden Ziffern eine Zweierpotenz darstellen. Also kann man die Frage stellen, ob es in diesem Jahr auch Tage gibt, bei dem das Produkt der Ziffern für Tag, Monat, Jahr eine in der Informatik übliche Zweierpotenz, nämlich 1024 ergeben. Das nächstliegende Datum hierzu ist mir zumindest sehr schnell ins Auge gesprungen. Es ist der 16. April.

Mit einem Hilfsmittel wie Mathematica lässt sich das natürlich sehr leicht überprüfen und man kann auch gleich nicht nur di eAnzahl der Tage berechnen, die es noch dauert, bis man diesen Tag erreicht hat, auch findet man den zweiten, wie ich ihn genannt habe 1K-day in diesem Jahr sehr einfach - es sind nur ein paar Zeilen Code.

Also ist der 8. August auch ein 1K-day. Da sieht man natürlich gleich, es gibt sogar einen 2K-day in diesem Jahr, nämlich den 16. August. Also stellt sich schnell die Frage: Wieviele Tage gibt es denn überhaupt, deren Produkt der Zifferndarstellung eine Zweierpotenz ist. Es stellt sich heraus, daß es für dieses Jahr insgesamt 20 Tage sind. Natürlich sind es für jedes dieser Jahre die mit einer Zweierpotenz enden genau 20 Tage an denen das Produkt eine Zweierpotenz ist. Auch das kann man natürlich mit Mathematica schnell verifizieren:

Es ist für mich immer wieder interessant, wie man sich doch mit solchen Problemchen die Zeit vertreiben kann, wenn es draußen gerade mal wieder nicht gerade zum Spazierengehen einlädt. Allerdings, das gehört auch dazu, für all diese Erkenntnisse reicht es völlig aus mal ein wenig nachzudenken - das nachrechnen macht aber Spaß.

Höher....

... höher? Es geht wohl eher weiter bergab. Heute in der Zeitung zu lesen: "Bislang höchste Primzahl entdeckt". Na prima, dann sind Zahlen ja nun nicht mehr groß oder klein, sondern hoch oder tief? Auf jeden Fall steht damit fest, daß es sprachlich, was die Präzision angeht, weiterhin bergab geht und das ist schade. Woher sonst soll den ein Sprachgefühl kommen, wenn nicht aus den sogenannten Printmedien?

Obwohl die Meldung an sich ja schon sensationell ist. So wie es sich im Moment darstellt wurde die bislang größte Mersenne-Primzahl gefunden, möglicherweise die Mersenne-Primzahl mit der Nummer 49, die insgesamt mehr als 22 Millionen Stellen in dezimaler Darstellung besitzt. In dualer Darstellung bestehen die Mersenne Zahlen ja ausschließlich aus Einsen, da die eine Mersenne Primzahl die Form 2^n-1 hat. Für die jetzt gefundenen Primzahl ist n=74.207.281. Die Dualdarstellung der Zahl hat also mehr als 74 Millionen Stellen!

Der letzte Satz des Artikels bezieht sich offenbar auch nur auf die Mersenne Primzahlen, von denen (noch) nicht bekannt ist, ob es endlich, oder unendlich viele gibt. Primzahlen gibt es auf jeden Fall unendlich viele - das war schon den alten Griechen bekannt und Euclid hat es bewiesen.

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