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Office Pakete und App-Stores

Natürlich nutze ich sehr of Office Pakete zum Schreiben von Texten, für Kalkulationen und alles Mögliche. Der Funktionsumfang dieser Programme ist in den letzten Jahren ja geradezu explodiert. Ich bezweifle, daß überhaupt jemand den vollen Funktionsumfang nutzt und schätze eher, daß mehr als 80% der Nutzer höchsten 20% des Funktionsumfangs nutzen.

Was ich mich schon länger frage ist, warum die Hersteller, in erster Linie natürlich Microsoft aber das ist auch für viele andere Produkte denkbar, solche Produkte nicht so verkaufen, wie es bei anderer Software längst üblich ist. Über einen sogenannten App-Store (auch wenn das Wort noch so häßlich ist, das werden wir nicht mehr los). Bei Spielen ist es doch fast schon die Regel, daß man so ein Programm kauft und dann mit solchen "In-App-Käufen" aufhübscht. So könnten doch auch Office Programme in einer Grundversion verkauft werden und darüber hinaus gibt es dann jede Menge Zusatzmodule (Zitate, Serienbriefe und, und, und), die man als Modul dazu kauft, wenn man das braucht. Man könnte die Kundenbedürfnisse, nach denen sich alle ja angeblich richten, doch paßgenau erfüllen, wenn der Nutzer sich, das was er gerne hätte einfach dazu kauft, wie im Supermarkt. Wenn man im Supermarkt einkaufen geht, dann kauft man ja auch nicht das ganze (sinnverwirrende) Sortiment, oder?

Also Microsoift, das wäre doch mal eine Innovation, wenn man sich seine Komponenten so zusammenbasteln könnte, daß es eben paßt und man dann auch nur das hat, was mal wirklich will (und benutzt).



​The Human Brain Project

Seit geraumer Zeit schon verfolge ich das Projekt (HBP) und das eigentlich von Anfang an mit gemischten Gefühlen. Natürlich sollte es grundsätzlich möglich sein ein Gehirn, also auch das menschliche, nachzubauen. Die Grundbausteine sind ja nun wirklich nicht zu komplex, die „Verschaltung“ allerdings schon. Auch die Frage, wie die dreidimensionale Superstruktur, die dem Gehirn dieses walnussartige Aussehen gibt, auf die Gesamtfunktionalität wirkt ist, soweit ich weiß, bisher nur unzureichend geklärt.Trotzdem sollte das ein lösbares Problem sein.

Allerdings habe ich mich schon oft gefragt, was denn eigentlich ist, wenn dieses Experiment gelingt. Dann hat man die Simulation eines menschlichen Gehirns, in dem die Abläufe womöglich tausendmal (oder noch viel mehr) schneller ablaufen als in einem „richtigen“ Gehirn. Was passiert aber, nachdem dies eingeschaltet wurde? Je nachdem welche Sensoren oder allgemeiner Schnittstellen man diesen mitgegeben hat wird es gegebenenfalls anfangen zu lernen. Wie so etwas grundsätzlich in einem Hirn ablaufen kann ist der schon in dem sehr lesenswerten Buch von Marvin Minsky „The Emotion Machine“ beschrieben. Was wäre denn, wenn dies bei der Simulation auch so passiert nur eben tausendmal schneller? Hätten wir es dann innerhalb allerkürzester Zeit mit einem äußerst intelligenten Gegenüber zu tun und wenn ja, dürften wir diesen dann einfach abschalten?

Mir fällt da insbesondere der wunderbare Roman von Stanislav Lem mit dem Titel „Golem XIV“ ein. Dort ist das, was heute zukünftig erscheint bereits Realität und der Supercomputer Golem XIV hält ab und zu einmal, wenn er denn Zeit hat, für die Menschen eine Vorlesung und erklärt Ihnen das Eine oder Andere, insbesondere legt er in einer dieser Abhandlungen ausführlich dar, warum die Evolution auf diesem Planeten ein Fehlschlag war.

Mir scheint es so, als wären bei diesem Projekt noch jede Menge Fragen, nicht nur ethischer Natur, offen, ganz unabhängig davon, daß das Projekt nach wie vor faszinierend ist. Im Moment macht es allerdings mehr Schlagzeilen wegen diverser, sagen wir einmal, Querelen in der Führungsriege des Projekts. Insofern ist im Moment noch gar nicht abzusehen, wie es überhaupt weitergeht. Aber ich verfolge die Entwicklung mit großem Interesse.


Moore´s Gesetz

Es schein ja nun bald so weit zu sein, daß das mooresche Gesetz wohl nun seine Gültigkeit verliert - so ist das eben mit exponentiellem Wachstum. Das ginge nur, wenn das Universum schneller (exponentiell) wächst als das jeweilige Gesetzt, aber hier haben wir es ja im Grunde weniger mit Wachstum, als vielmehr mit einer Art "Packungsdichte" zu tun. Die Größe der Transistoren, wenn man da noch von Größe sprechen kann, liegt mittlerweile bei nur wenigen Atomdurchmessern, Schaltelemente werden mit nur wenigen Atomen gebildet. Intel arbeite an der 10nm Technologie. Damit können dann Strukturen erzeugt werden die im atomaren Bereich liegen, ein Atomdruchmesser liegt bei ungefähr 0.1nm und so ein wenig Substanz brauchen die Leiterbahnen eben auch. Damit ist auch klar, daß es mit der weiteren Verkleinerung wohl bald vorbei ist.

Das heißt aber noch nicht, daß das Gesetz von Gordon Moore, daß dieser 1965 formulierte, schon außer Kraft ist. Das "Gesetz" sagt ja nicht, daß die Strukturen immer kleine werden, sondern, daß sich die Kapazität etwa alle 18 Monate verdoppelt. Das ist natürlich immer noch möglich, aber dann eben nicht mehr mit den jetzt verwendeten Materialien und Methoden.

Der Bedarf wird wohl weiter so wachsen. Wenn man sich nur ansieht wie der tägliche Datenkonsum, wenn man da von Konsum reden kann, ansteigt, dann wird das wohl noch eine Weile so weitergehen und deshalb bin ich gespannt, ob (und wie) die technologische Entwicklung verläuft, um sich vielleicht doch noch eine Zeitlang an das mooresche Gesetz zu halten.

Blurb

Leider stellte Apple ja die Entwicklung von Aperture ein. Ich verwalte meine Bilder ja schon seit langer Zeit mit Lightroom von Adobe, aber Fotobücher habe ich schon immer mit Aperture gemacht. Diese Bücher sind zwar nicht gerade billig, aber qualitativ absolut hochwertig und darüber hinaus ist das integrierte Modul zum Erstellen der Bücher einfach klasse, es läßt dem Autor jede Menge Freiheiten layouts auch selbst zu gestalten. Schade Apple, daß das nun ein Ende hat.

Also: Umstieg auf eine Alternative. Für mich heißt das Lightroom mit dem "Buchdrucker" Blurb. Bei der Gestaltung des Layouts hat man (leider) nicht die Möglichkeiten die einem Aperture bietet, oder besser geboten haben wird, aber man kann trotzdem mit überschaubarem Aufwand ansprechende Bücher gestalten. Der Vorteil, für mich zumindest, ist, daß die Gestatlgun direkt in dem Programm erfolgt, daß ich auch zur Verwaltung der Bilder benutze.

Nun halte ich also das erste Fotobuch des Anbieters Blurb in Händen. Die Druckqualität der Bilder ist insgesamt sehr gut, in etwa vergleichbar mit den Fotobüchern die aus dem Hause Apple kommen. Die Einbandgestaltung macht jedoch keinen solchen wertigen Eindruck wie die Apple Fotobücher, es fehlt auch der papierne Schutzumschlag und das Deckblatt sowie die Innenseite der Buchdeckel sind nicht mit solch schwerem Papier ausgestattet wie bei Apple. Was mir persönlich allerdings nicht so gut gefällt ist, dass man bei der Gestaltung des Einbands nicht die Möglichkeiten hat, die Apple bietet. Man gibt im Grunde den Titel des Buches an und wählt ein Bild aus, danach übernimmt die Einbandgestaltung die Software (d.h. im Grunde druckt diese den Titel auf das Bild und mehr nicht). Bei Apple hat man hier die Möglichkeit dem Einband ein Layout zuzuweisen was, wie gesagt, mir etwas besser gefällt.

Trotzdem sieht das gedruckte Exemplar insgesamt sehr gut aus. Vom Format her ist das Großformat der Blurb Fotobücher etwas größer als das entsprechende Apple Produkt.

Fotobuch Blurb

Fotobuch Apple


Formale Sprachen

Heute ist es mal wieder so weit und meine Veranstaltung über formale Sprachen startet an der Berufsakademie Rhein-Main. Im Vorfeld habe ich dazu diesmal die Webseite von "Altstar" Noam Chomsky besucht. Da habe ich aber nicht schlecht gestaunt. Der Mann ist auch wie vor unheimlich aktiv. Er war (und ist) ja schon immer ein wenig schräg, aber was er alles geleistet hat, insbesondere im Bereich der formalen Sprachen und der Grammatiken, das fordert doch schon erheblichen Respekt ab.

Ich freue mich immer wieder darauf, diese Thema zu behandeln, zumal es ja keineswegs abgeschlossen ist. Immer wenn ich die formalen Sprachen behandle wird mir erst richtig bewußt wie komplex die sogenannte "natürliche", also unsere, Sprache ist. Selbst mit den wirklich sehr komplexen Methoden der Grammatiken läßt sie sich nicht erschöpfend beschreiben, vielleicht ist es auch gerade das, was mich daran immer wieder fasziniert.



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