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​Höflichkeit ist eine Zier…

.... wieder mal Zug gefahren, wie so oft und - glücklicherweise - einen Zug früher als geplant erwischt (viel zu selten). Natürlich habe ich keine Reservierung für diesen Zug und auch eine online Reservierung war nicht mehr möglich. Der Zug ist faktisch ausgebucht aber ich erwische noch einen nicht reservierten Platz. Glück gehabt. Die Frau auf dem Platz direkt vor mit hat weniger Glück. Als sie sich gesetzt hat kommt eine junge Frau stellt sich neben den Sitz und sagt einfach: „Das ist mein Platz, Ich habe reserviert“ - Tonlage Oberfeldwebel sagt dem Rekruten mal was Sache ist. Das entspricht ja alles den Tatsachen, sicher, sie hat reserviert, aber hätte man da nicht einfach sagen können. „Guten Abend, entschuldigen Sie bitte, aber ich habe diesen Platz reserviert“.

Mir ist da gleich wieder ein altes Sprichwort eingefallen: „Höflichkeit ist ein Kissen aus Luft: Nichts drin, aber es lindert die Stöße des Alltags“.

Viele Generationen

Gestern war es so weit, in Steinheim wurde der dritte Bauabschnitt des Familien- und Generationenzentrums Steinheim eingeweiht. Mit Festgottesdienst, Festreden und Festschmaus. Es war eine schöne Feier und es wurde viel gelobt. Besonders in Erinnerung ist mir die Rede des Oberbürgermeisters von Hanau, Claus Kaminski, geblieben. Einen Gedanken davon greife ich hier mal auf.

Früher waren "die Alten" geschätzt und geachtet, weil "die Jungen" viel von deren Erfahrung lernen konnten. Heute ist das nur noch zum Teil so, viele Alten lernen von der jüngeren Generation den Umgang etwa mit Smartphone und Co. Aber viele "Alte" kommen sich auch zunehmend nutzlos vor, wenn sie erst mal aus dem Arbeitsleben ausgeschieden sind. Wertigkeit wird hier viel zu oft über den "Gebrauchswert" oder den Wert auf dem Arbeitsmarkt definiert, leider.

Das Familien- und Generationenzentrum wird nun, mit dem dritten Bauabschnitt, um eine Tagespflege für all die älteren Menschen erweitert, die deren bedürfen. Claus Kaminski und die anderen Redner betonten in Ihren Ansprachen, daß diese Projekt nicht nur regional, sonder überregional ein Leuchtturmprojekt sei, stellt es doch das generationenübergreifende Zusammenleben in den Vordergrund. Ich finde die Idee auch nach wie vor einfach nur toll. Bilder von der Feier gibt es natürlich auch hier auf meiner Webseite:

Das darf doch nicht wahr sein!

Am Wochenende noch schnell einkaufen. Draußen fast 40°, na ja, es ist August, die zweite Ferienwoche der hessischen Sommerferien gehen zu Ende, aber der Sommer ist ungewöhnlich heiß. Kaum ist man im Supermarkt, steht man vor einer ganzen Palette, nein, nicht Sonnenschirme... Magenbrot. Ja ist denn schon wieder Weihnachten, oder verblöden wir nun endgültig. Da wir der Werbeverfall beklagt, und dann mitten im Hochsommer die Weihnachtszeit eingeläutet. Manchmal fehlen einem einfach die Worte....


Stolpersteine echt und virtuell

Während die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung in Ihrer Ausgabe vom 19. Januar 2014 aus Villingen berichtete, daß die Verlegung von Stolpersteine dort durch den Gemeinderat abgelehnt wurde gibt es ebenfalls aus Villingen auch die Nachricht von der Initiative "virtuelle Stolpersteine". Insgesamt ein bemerkenswerter Vorgang. Schade nur, daß Villingen nun keine "echten" Stolpersteine bekommt, aber viellicht ändert sich das ja auch noch einmal.

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